29. Juni 10

Unsere Center feierten: Ruhrgebiet trifft Istanbul 2010

Duisburg und Istanbul trennen mehr als 2.000 Kilometer - am Samstag wurde diese Distanz mit dem gemeinsamen Musikfest "Ruhrgebiet trifft Istanbul" überwunden.

Über 20.000 Besucher feierten ausgelassen auf dem Gelände des Mercator Centers und dem Shopping Square Meydan in Ümraniye. Von 15 bis 22 Uhr boten deutsche und türkische Sängerinnen und Sänger, Bands sowie Breakdance- und Bauchtanzgruppen ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. Begeisterungsstürme lösten vor allem die Auftritte des türkischen Superstars Ferhat Göcer und der legendären Neue-Deutsche-Welle-Band Extrabreit sowie von Alphaville aus.

Vereine präsentierten ihre Arbeit und ihre Kultur

In 5x5m großen Pagoden- Zelten stellten Duisburger Vereine und Organisationen den deutschen und türkischen Gästen ein Stück Kultur vor. Unter Regie der Entwicklungsgesellschaft Duisburg wurden unterschiedliche Stadtteilprojekte gezeigt und Friedenswünsche der Fest- Besucher per Luftballon in den Himmel geschickt. Der Mädchenbildungsverein MABILDA aus Obermarxloh backte frische Teigtaschen, der Güldeste Verein präsentierte die Marmorierkunst Ebru. Bei der Aktion "Made in Marxloh" konnten sich die Besucher mit türkischen Bräuten fotografieren lassen und bekamen zudem noch eine Rose geschenkt.
Für Speis und Trank sorgte der DITIB- Moscheeverein mit türkischen Spezialitäten. Es gab aber auch Bratwurst, kalte Getränke, heißen Tee und Mokka, original türkisches Maras- Eis aus Ziegenmilch und Orchideenwurzeln sowie unterschiedliche Knabbereien.
In Istanbul organisierte das Goethe Institut im Vorfeld einen Musik- Workshop an deutschen Schulen. Alphaville Manager Ünal Yüksel übernahm das zweiwüchige Training des Kids. Vor dem offiziellen Programm durften zwei Gruppen auf der Bühne am Shopping Square Meydan auftreten.

Live-Schaltung nach Instanbul mit Europa-Minister Egemen Bagis

Über große Video- Leinwände wurden kurz vor 20 Uhr die beiden Kulturhauptstädte miteinander verbunden. Der türkische Europa-Minister Egemen Bagis hob den großen Beitrag des Festes zur interkulturellen Kommunikation hervor. In Deutschland ergänzte Schirmherr Oberbürgermeister Adolf Sauerland: "In Duisburg leben Menschen aus allen Kulturkreisen. Dadurch haben wir vieles dazugelernt. Wir sind stolz darauf, dass wir eine internationale Stadt im multikulturellen Ruhrgebiet sind."

"Es war ein phänomenaler Tag und stünde das Mercator Center nicht mitten im Wohngebiet, hätten wir bis in die frühen Morgenstunden feiern können", resümiert der Center Manager Andrè Theurich begeistert.